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Heimatkundlicher Arbeitskreis für die Stadt und den Bezirk Tulln

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Mitteilungen XXXIII Josephinische Landesaufnahme

Unter der Patronanz der Bezirkshauptmannschaft Tulln haben wir am Donnerstag den 8. Juni 2017 im Festsaal der Bezirkshauptmannschaft Tulln das neue Buch über die Darstellung des Bezirkes Tulln in der ältesten amtlichen Karte Österreichs (Josephinische Karte aus 1774 bis 1781) präsentiert.

Nach dem Ende des Siebenjährigen Krieges (1756 bis 1763) und dem endgültigen Verlust des Herzogtums Schlesien wurde auf Vorschlag des Militärs die Erste Österreichische Landesaufnahme von Maria Theresia mit dem Vermerk "Bin völlig einverstanden und kann man auch besonders in Ungarn nicht genug diese Arbeit pressieren" am 7. Mai 1764 angeordnet.


Als Kartenmaßstab wurde das sogenannte "Einfache Militärmaß" gewählt: 1 Wiener Zoll auf der Karte sollte 1.000 Schritten in der Natur entsprechen. 10.000 Schritte entsprachen 1 Österreichischen Meile (zu 4000 Klafter 1* oder 7,585 935 km). Ein Militärschritt wurde mit 0,4 Klafter oder 0,76 m angenommen, sodass sich für 1.000 Schritt 400 Wiener Klafter zu 72 Zoll und daraus der Maßstab 1:28.800 ergab. 2*


Dem Kartenwerk selbst wurde zunächst kein eigener Titel gegeben, die Blätter der einzelnen Kronländer trugen ebenfalls keine Titel oder wurden als Kriegs- oder Militärkarten bezeichnet. Da die Vermessung und Mappierung zum Großteil unter der Mitregenten- und Regentenzeit Kaiser Josephs II. durchgeführt und von ihm besonders gefördert wurde, wurde sie schließlich nach ihm
"Josephinische Landesaufnahme" benannt. 3*


Innerhalb eines knappen Vierteljahrhunderts, von 1763 bis 1787, wurde ein Großteil der Habsburgischen Erblande (Ungarn, die Österreichischen Niederlande und die Österreichischen Kronländer mit Ausnahme Tirols) unter Leitung des Generalstabes vermessen und in 3589 Sektionen (Karten im Ausmaß 42,0 x 62,0 cm) mappiert.


Wegen der strengen militärischen Geheimhaltungsbestimmungen wurde das gesamte Kartenwerk nur in je zwei handgezeichneten und kolorierten Exemplaren hergestellt, die sich heute im Besitz der Österreichischen Nationalbibliothek und im Wiener Kriegsarchiv befinden.

 

Als Ergänzung zu den Karten wurde für jede Sektion eine Textbeschreibung angefertigt, die sogenannte "Description zur Kriegs-Charte", in der das militärisch Wichtige, das in der Karte selbst nicht oder nur unzulänglich dargestellt werden konnte, festgehalten ist.
Die Vermessungsarbeiten in Niederösterreich wurden von Major Neu in den Jahren 1773 bis 1781 durchgeführt. Insgesamt wurde das "Erzherzogtum Österreich unter der Enns" in 122 Sektionen (Kartenblätter) dargestellt.

 Mitteilungen XXXIII

Josephinische Landesaufnahme

1* 1 Wiener Klafter = 6 Fuß = 72 Zoll = 1,896 m, 1 Wiener Fuß = 1 Wiener Schuh

2* Schwarzinger, Karl "100 Jahre Führung des Katasters", BEV, Wien 1983

3* Hillbrand, Erich, "Zur Josephinischen Landesaufnahme" in Josephinische Landesaufnahme für das Gebiet der Republik Slowenien, Ljubljana 1995 

 

 

Diese Publikationen können Sie zum Preis von EURO 30,- erwerben:

Entweder über den Obmann des Heimatkundlichen Arbeitskreises, Dr. Richard Hübl, Am Mittergwendt 19-26/1/16, oder über Römermuseum, Marc Aurel Park 1b, und Bürgerservice der Stadtgemeinde Tulln, Minoritenplatz1, 3430 Tulln an der Donau.

 

Dr. Richard Hübl

Tel.: 0676/359 0 133

E-Mail: info@heimatkunde-tulln.eu

 

Römermuseum Tulln an der Donau

Tel.: 02272/690189

 

Bürgerservice Stadtgemeinde Tulln an der Donau

Tel.: 02272/690114

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Darstellung des Bezirkes Tulln in der ältesten amtlichen Karte Österreichs

Unter der Patronanz der Bezirkshauptmannschaft Tulln haben wir am Donnerstag den 8. Juni 2017 im Festsaal der Bezirkshauptmannschaft Tulln das neue Buch über die Darstellung des Bezirkes Tulln in der ältesten amtlichen Karte Österreichs (Josephinische Karte aus 1774 bis 1781) präsentiert. Weiterlesen

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